Realisierte LEADER-Förderprojekte 2014 - 2020 in der Lommatzscher Pflege

 

Teil 5 - SZ 1 Regionale Identität
Foto: Grundschule Ostrau

 

Im 5. Teil der Serie geht es um die Sanierung der Freizeitsportanlage Ostrau.

Im Ortszentrum gelegen befindet sie sich in der Nähe vieler kommunaler Einrichtungen: Grundschule, Hort, Turnhalle, Kindertagesstätte, Bibliothek, Jugendeinrichtung und Dorfgemeinschaftshaus. In den Jahren 1980 bis 1982 entstanden ein Fußballplatz sowie eine Weitsprunggrube, eine 400-Meter-Aschenbahn, eine 100-Meter-Sprintstrecke und eine Kugelstoßanlage. Der Platz wurde vorwiegend für den Schulsport genutzt. Doch mit der Schließung der Ostrauer Mittelschule 2007 verfielen die Anlagen zusehens. Deshalb wurde der Wunsch der Ostrauer nach einer Sanierung und Entwicklung zu einer Freizeitsportanlage immer lauter. Dieses Verlangen war dann schließlich auch Bestandteil des Sportstättenentwicklungsplanes der Gemeinde Ostrau.

Mit der LEADER-Förderung in Höhe von 200.000 Euro (entspricht 80 Prozent) konnten die alten Anlagen saniert und ein Missstand im Ortszentrum beseitigt werden. Gleichzeitig wurden die Bedingungen für den Vereinssport und die Sport- und Freizeitgestaltung wesentlich verbessert. Die Freizeitsportanlage wird nun von mehreren Vereinen, Schülern der Ostrauer Grundschule (120), Kita- und Hortkindern (150), Jugendlichen des Jugendclubs (40) und Senioren der Volkssolidarität (45) aber auch vielen nichtorganisierten Bürgern, Betriebssportgruppen und Freizeitsportlern genutzt. Auf dem Gelände werden aber auch die traditionellen Dorf- und Heimatfeste und Schauvorführungen der Freiwilligen Feuerwehren durchgeführt.

Durch den Rückbau von Hochborden, den Einsatz moderner Rundborde und die Schaffung von plangleichen Gesamtflächen wurde Barrierefreiheit hergestellt und ein Beitrag zur Integration körperbehinderter Menschen geleistet. Neben den ortsansässigen Vereinen, wie dem Sportverein Ostrau e.V. mit seinen 280 Mitgliedern, wird die Anlage aber auch von den Sportler vom Sportverein Zschaitz-Ottewig und vom Sportverein Stauchitz genutzt.

 

Pressetext: Heiko Lübeck, WochenKurier

Teil 4 - SZ 3 Ländliches Leben - Kultur und Gemeinschaft
Foto: Lebenswertes Zuhause e.V. - Projektmanager René Köhler

 

Im 4. Teil der Serie geht es um die Förderung für den Verein »Lebenswertes Zuhause e.V.«. Sitz ist Meißen, der Wirkungsbereich umfasst die gesamte Lommatzscher Pflege. Der Verein hat sich die Aufgabe gestellt, älteren sowie behinderten Menschen ein möglichst langes selbstbestimmtes Leben in ihren eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Zu den Hilfsleistungen gehören die Beratung zu Fördermitteln und die Unterstützung bei der Umsetzung von Projekten zum alters- und behindertengerechten Umbau im eigenen Zuhause. Nötige Wohnraumanpassungen, die bei den Bedürftigen finanziell gefördert werden, und die Hilfestellung bei der Antragstellung stehen dabei im Mittelpunkt der Beratertätigkeit des Vereins.

Mit der LEADER-Förderung wurde dem Verein »Lebenswertes Zuhause e.V.« die Anschubfinanzierung für zweieinhalb Jahre zur Schaffung eines dauerhaften Arbeitsplatzes im Verein ermöglicht. Der neue Projektmanager ist für die Öffentlichkeitsarbeit (u.a. Homepage-Pflege und Anfertigung von Pressemitteilungen) zuständig, nimmt an Messen und Konferenzen teil und organisiert Projekte bei der Unterstützung von Bedürftigen zur Beantragung von Fördermitteln. Zu seinen Aufgaben gehört aber auch die Bildung von Netzwerken mit Pflegedienstleistern, Vermietern und regionalen Handwerksunternehmen. Förderinhalt sind auch die Herstellung von Werbemitteln.

Bei einer Investitionssumme von 37.000 Euro beträgt der Fördersatz 90 Prozent, also eine Förderung von 30.000 Euro. Das Projekt zeigt, dass auch mit einer vergleichsweise geringen Fördersumme viel erreicht werden kann. Für den Verein ist die Einstellung eines hauptamtlichen Projektmanagers ein großer Fortschritt, um den betroffenen Bürgern in der Lommatzscher Pflege ein gelingendes Altern in ihrer eigenen Gemeinde zu ermöglichen.

 

Pressetext: Heiko Lübeck, WochenKurier

weitere Informationen unter:

Lebenswertes Zuhause e.V.
Tel.: 0176 569 011 76
www.lebenswertes-zuhause.de

Teil 3 - SZ 5 Zukunftsfähiges Wohnen
Foto: Xenia Liebchen

 

Teil drei der Serie ist die Förderung des privaten Wohnprojektes von Xenia Liebchen und Sebastian Hänsel in Diera-Zehren, Ortsteil Diera. Die LEADER-Förderung wurde hier für den Umbau eines vorhandenen Stallgebäudes für Wohnzwecke verwendet. Erst vor wenigen Wochen freute sich die junge Familie mit ihren zwei Kindern, Maya und Norwin, über den Einzug in ihr neues, schmuckes Zuhause. Im Rahmen dieser Förderung wurde die Modernisierung mit 80.000 Euro (entspricht 40 Prozent) realisiert. Das Stallgebäude, um 1900 errichtet, besitzt im Obergeschoss ein Fachwerk und ist Teil eines Dreiseithofes. Im Erdgeschoss entstanden außerdem ein Nähzimmer und eine Badestube. Das ursprüngliche Wohnhaus ist heute Mehrfamilienhaus mit mehreren Wohnungen. Eine Schönheitskur erhält demnächst noch die Außenfassade, sie wird verfugt und gestrichen. Die ursprüngliche Ansicht aus Bruch- und Sandsteinen wird dabei erhalten. Zum Hof gehört weiterhin eine Scheune.

Insgesamt konnten in der Förderperiode 2014 bis 2020 mehrere private Wohnprojekte mit einer Gesamtsumme von fast 2,7 Millionen Euro als Zuwendung für private Wohnmaßnahmen von insgesamt 10.067.000 Euro LEADER-Budget gefördert werden. 28 Prozent des LEADER-Budgets ging somit als Zuwendung an private Vorhaben (neben den beiden Kapiteln für private Wohnprojekte haben private Antragsteller auch noch Zuwendungen für den Abriss ortsbildstörender Gebäude erhalten).

 

Pressetext: Heiko Lübeck, WochenKurier

 

Teil 2 - SZ 2 Daseinsvorsorge

 

Teil zwei der Serie ist die Gemeinde Stauchitz. Die LEADER-Förderung wurde hier für die Modernisierung der ehemaligen Schule (Schulclub mit Angebotserweiterung) verwendet. Diese wird im Rahmen des Ganztagsangebotes der Oberschule »Anne Frank« Stauchitz genutzt. Die Ganztagsangebote sind ein offenes, freiwilliges Betreuungsangebot für Schüler. Dafür verfügt das Gebäude über verschiedene Themenräume, wie z.B. Powerstube, Werkstatt oder Studierstube. Nachdem im Rahmen einer Brandverhütungsschau durch das Landratsamt Meißen festgestellt wurde, dass verschiedene brandschutztechnische Ertüchtigungen erforderlich sind, um die Nutzung aufrechtzuerhalten, wurde im Jahr 2016 der Antrag zur Modernisierung mit LEADER-Fördermitteln gestellt. Im Rahmen dieser Förderung wurde die Modernisierung mit 76.500,88 Euro (entspricht 80 Prozent) realisiert. Zu den Baumaßnahmen gehörten u.a. die Erneuerung von Türen und Stahlträgern in Decken, die Entfernung von Wandverkleidungen und Bodenbelägen, die Schaffung eines zweiten Rettungsweges für das erste Obergeschoss in Form einer außenliegenden Stahltreppe bzw. einer Bypass-Wegeführung. Genutzt wird das Gebäude besonders von den jüngeren bzw. heranwachsenden Schülern der Orientierungsstufe an vier Tagen in der Woche. Darüber hinaus bietet der Club den Kindern und Jugendlichen zahlreiche Freizeitaktivitäten. Gewählt werden kann aus einem reichhaltigen Spiel- und Freizeitangebot, wie zum Beispiel Bewegung in der Powerstube, Tischtennis, Volleyball, Basketball, Fußball, Badminton, Wave Board, Tisch- und Computerspiele, Leseecken, Billard uvm..

Auch für die »Alte Post« in Stauchitz wurden Fördermittel beansprucht. Damit konnte das Erdgeschoss in eine Zahnarztpraxis umgebaut werden. Die Abstimmung erfolgte durch die Expertengruppe über die LEADER-Strategie. Zur Realisierung wurden dann Fördermittel aus dem Programm »Vitale Dorfkerne« verwendet. Mit der Nutzung des Gebäudes für eine Physiotherapie, eine allgemeinärztliche und eine zahnärztliche Praxis entstand ein medizinisches Versorgungszentrum. Nach dem Abriss des ungenutzten Seitengebäudes wurde auf dieser Fläche ein Teil des Jahnatalweges und ein neuer Radler-Rastplatz mit den symbolischen Säulen des alten Saales der »Alten Post« errichtet.

 

Pressetext: Heiko Lübeck, WochenKurier

 

Teil 1 - SZ 4 Wirtschaft & Landwirtschaft; SZ 6 Naherholung

 

Start der Serie ist in der Gemeinde Hirschstein. Die LEADER Förderung wurde hier unter anderem für ein Unternehmen sowie der Errichtung eines Waldspielplatzes verwendet.

Der Landwirtschaftsbetrieb Schultze im Ortsteil Heyda ist ein reines Familienunternehmen, das sich auf eine finanzielle Unterstützung von 80.000 Euro freuen darf. Landwirt Göran Schultze hat sich um Fördergelder zur Sanierung seines 4-Seiten Hofes beworben. Investiert wurde das Geld in die Sanierung der Fassade, der Fenster und des Daches des Gebäudes.

Nach der Sanierung hat die Gemeinde Hirschstein nun einen Bio-Laden, die »Vorratskammer«. Biolebensmittel werden hier in unverpackter Form angeboten.

»Meine Familie betreibt den ökologischen Landbau aus Überzeugung. Durch strenge Kontrollverfahren wird die Einhaltung aller Richtlinien jährlich geprüft«, so Göran Schultze. Unterstützung erhält der staatlich geprüfte Wirtschafter für Landwirtschaft durch seine Frau Anja sowie Tochter Paula und Sohn Fritz.

Die Sanierungsmaßnahmen begannen im April 2019 mit der Außenfassade der drei Wirtschaftsgebäude (Scheune, Stall und Nebengebäude). Im ersten Gebäude wurden nach Abschluss der Maßnahmen im Erdgeschoss ein Hofladen eröffnet und im Obergeschoss die Büroräume eingerichtet. Das zweite Gebäude dient nun als Erweiterung zur Lagerstätte für Getreide und Gebäude drei als Stallgebäude.

Ein weiteres Förderprojekt in der Gemeinde Hirschstein ist der Waldspielplatz am Schloss Hirschstein. Dafür wurden 50.000 Euro an Fördermitteln bewilligt. Damit ist die Gemeinde um eine weitere touristische Attraktion reicher.

Pressetext: Heiko Lübeck, WochenKurier

 

Strategisches Ziel 4 - Wirtschaft & Landwirtschaft; Maßnahme: Sanierung der Wirtschaftsgebäude eines 4 Seiten Hofes in Heyda  

 

 

Strategisches Ziel 6 - Naherholung; Maßnahme: Sanierung Waldspielplatz in Neuhirschstein

 

 

Maskottchen Gerstin - LEADER Vorhaben Regionale Identität

 

Am 12. Juni 2019 hat der Förderverein für Heimat und Kultur in der Lommatzscher Pflege e.V. die Suche nach einem Maskottchen für die Kornkammer Sachsens in Form eines Zeichenwettbewerbs gestartet.

Eingereicht wurden 92 fantastische Zeichnungen. Eine überwältigende Beteiligung. An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an alle Teilnehmer!

Die Jury entschied sich letztendlich für "Gerstin" eine Zeichnung von Frau Georgi.

Hintergrund: Um das LEADER-Gebiet Lommatzscher Pflege weiter in das Bewusstsein der Einwohner/innen und Besucher/innen zu rücken, soll Gerstin zukünftig als Maskottchen die Region repräsentieren, Freude bereiten und das „WIR“ Gefühl stärken. Quasi ein visueller Botschafter für die Region sein.

 

 

Zuständig für die Durchführung der ELER-Förderung im Freistaat Sachsen ist das Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, Referat Förderstrategie, ELER-Verwaltungsbehörde.